Luftschutzbunker

Die Luftschutzbunker für die Bremer Bevölkerung wurden zum großen Teil von ausländischen Arbeitern gebaut, benutzen durften sie die Bunker jedoch nicht. Sie erhielten bei Luftalarm keinen Zutritt.

Solange noch am Innenausbau der Bunker gearbeitet wurde, mussten sie beim Heulen der Sirenen den Bunker verlassen, um Platz für die deutsche Zivilbevölkerung zu machen.
In einem Tagesbefehl der Bremer Schutzpolizei vom 3. Januar 1944 heißt es:

„Betr. Aufsuchen der LS-Bunker (Luftschutzbunker) durch Ausländer.
Immer wieder werden berechtigte Klagen vorgebracht, dass den deutschen Volksgenossen durch die Ausländer Luftschutzraum in den LS-Bunkern entzogen wird.
Die LS-Bunkerverwalter usw. sind nochmals eingehend zu belehren und anzuweisen dass
1. Kriegsgefangenen, Ostarbeitern und P-Polen der Zutritt zu den LS-Bunkern gem. Fliegeralarm grundsätzlich untersagt ist.
2. den übrigen Ausländern der Zutritt zu den LS-Bunkern nur gewährt werden kann, wenn die LS-Bunker von der Zivilbevölkerung nicht voll in Anspruch genommen werden und sie von den deutschen Volksgenossen getrennt untergebracht werden können.
Ausländer usw., die hiernach nicht in den LS-Bunkern aufgenommen werden können, sind, soweit möglich, in andere Luftschutzräume, LS-Sonderbauten usw. einzuweisen, sofern sie von der Zivilbevölkerung nicht in Anspruch genommen werden.“

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